4. Semester Erfahrung

Oh Gott, nicht diese Module!

Wir haben sie alle, die Module, die wir am liebsten gar nicht belegen würden oder die wir lieber schieben, wenn es die Modulschranken zulassen. Weit, weit in eine unbestimmte Zukunft. Für mich ist diese Zukunft dieses, das vierte, Semester.

Natürlich ist die Todeszone der Juristen an der Fernuni das WiWi-Modul, aber die habe ich bis auf externes Rechnungswesen, das ich bereits bestanden habe, so lange vertagt, bis der neue Stundenplan klar ist. In der Hoffnung, sie gar nicht mehr machen zu müssen.

Nein, dieses Semester sind Handels- und Gesellschaftsrecht und Kommunalrecht angesagt. Vor Kommunalrecht graute mir schon lange. Verwaltungsrecht AT war immer nur so lange wirklich nett, bis Kommunalrechtsanklänge vorkamen. Und Handels- und Gesellschaftsrecht? Nun ja, ich bin nun mal nicht so für die Wirtschaftsfächer. Eher Strafrecht, Familienrecht, Nachbarschafts- und Mietrecht. Alles, wo man sich auf Augenhöhe die Schädel einschlägt (mal tatsächlich, mal im übertragenen Sinne).

Nun habe ich dieses Semester mit Unternehmensrecht begonnen und war erstaunt, wie wenig furchtbar es war. Und dann kam Gesellschaftsrecht. Die letzten eineinhalb Wochen Lektüre waren unsägliche Qualen. Ich fühlte mich permanent „gegen den Strich gebürstet“. In allem stimmte ich der Rechtsprechung vor 2000 zu, verdammte die Akzessorietätstheorie, die Organtheorie, emfpand die Vertretertheorie und Doppelvertragstheorie als viel stimmiger im Hinblick auf alle weiteren zivilrechtlichen Grundprinzipien.

Mir graut jetzt schon vor der Klausur, denn die Gefahr ist groß, dass mir das Lösen schwer fällt, wenn mir der Lösungsweg und die Begründung nicht zusagen. Also heißt es nun Augen zu und durch. Wiederkäuen. (Ja, ja, Mindermeinungen sind erlaubt, solange sie nur sinnvoll vertreten werden. *Und man damit leben kann, eine schlechtere Note einzufahren). Kommunalrecht kommt dann im Zuge des Ergänzungsmoduls öffentliches Recht. Zur Entspannung lerne ich gerade Rechtsgeschichte, Modul EM öffentliches Recht. Das macht Spaß, wenn es auch sehr oberflächlich bleibt.

Und immer schön im Kopf behalten: Die Gesellschaft handelt durch ihre Organe, die Gesellschaft handelt durch ihre Organe, die Gesellschaft handelt… ach nö, jetzt mache ich Feierabend

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